Es war eine
Weichenstellung mit großer Tragweite: Nachdem das alte Feuerwehrhaus, im
Gemeindehof, für die Ausrüstung und die Ausbildung der Feuerwehr den heutigen
Anforderungen nicht mehr entsprochen hat, entschlossen sich die Verantwortlichen
der Freiwilligen Feuerwehr Zemendorf im Frühjahr 1996, ein neues Gebäude zu
bauen.
Es mussten viele Fragen geklärt
werden. Die erste war sicherlich der Standort. Einige Plätze wurden besichtigt
und für gut befunden.
Entscheidend waren aber gewisse Vorgaben, die für die Errichtung eines
Feuerwehrhauses bei der Platzbestimmung ausschlaggebend waren. Aber schließlich
einigte man sich auf den verkehrsruhigen Platz in der Langegasse.
Nach der Standortwahl gingen
Zemendorfs Feuerwehrmitglieder in die Planungsphase über. Das neue Feuerwehrhaus
sollte nicht nur den heutigen Anforderungen entsprechen, sondern auch der
zukünftigen Entwicklung standhalten. Nach unzähligen Sitzungen und zähen
Verhandlungen konnte ein Plan erstellt werden, der sowohl den Wünschen der
Feuerwehr als auch den gesetzlichen Bestimmungen entsprach.
Ein wesentlicher Punkt bei der
Planung war natürlich auch die finanzielle Komponente. Eine möglichst
kostengünstige Variante musste stets im Auge behalten werden. Die
voraussichtlichen Kosten wurden durch einen Baumeister mit 5,8 Millionen
Schilling – ohne Einrichtung – angesetzt. Bei der Erstellung des
Finanzierungsplanes kam die Feuerwehr Zemendorf zum Schluss, das neue
Feuerwehrhaus in Eigeninitiative zu erbauen, um die Ausgaben für Feuerwehr und
Gemeinde so niedrig wie nur möglich zu halten.
Nach Fertigstellung des geräumigen
und den heutigen Anforderungen bestens entsprechenden Feuerwehrhauses kann die
FF-Zemendorf mit Stolz auf die geleistete Arbeit zurückblicken.
Dieses Projekt konnte letztlich nur
durch den selbstlosen Einsatz der Feuerwehrmänner verwirklicht werden. Immerhin
wurden von ihnen insgesamt mehr als 6000 Stunden auf der Baustelle verbracht,
einige der Helfer investierten zwischen 300 und 470 Stunden in den Neubau.
Kostenlos versteht sich.
Obwohl diese zwei Jahre viel Arbeit
und Stress neben dem Berufsleben bedeuteten, waren es auch schöne Stunden, die
die Freundschaft und Kameradschaft unter den Mannen festigte. Nur so war es
möglich, die zu Beginn des Neubaus angenommenen Kosten in der Höhe von 5,8
Millionen Schilling auf 2,8 Millionen zu senken. Auch viele freiwillige Helfer,
wie Maurer, Elektriker und sonstige Helfer waren an dieser Kostensenkung
maßgeblich beteiligt.
Besonders große Freude bereitete den
Feuerwehrmitgliedern die Hilfe jener Familien, die sich für die Arbeiter auf der
Baustelle mit der Zubereitung des Essens einstellten, Mahlzeiten vorbeibrachten
und die Florianijünger mit begehrtem Kaffee, Kuchen und Getränke eindeckten.
Mit ein Grund, dass die Arbeit
leichter von der Hand ging, war aber auch die Tatsache, dass es keine größeren
finanziellen Probleme gab. Die von der Ortsfeuerwehr organisierte Haussammlung
und die Bausteinaktion brachten insgesamt 270.000 Schilling ein. Dafür nochmals
herzlichen Dank an die Ortsbevölkerung für diese großzügige und wirkungsvolle
Unterstützung.
Aber auch die Gemeinde
Zemendorf-Stöttera und die Landesregierung trugen das Ihre zum raschen
Baufortschritt bei. Die zugesagten Subventionen sind termingerecht eingelangt.
Den Hauptanteil zum Gelingen trug aber die Freiwillige Feuerwehr Zemendorf
selbst. Auch den finanziell größten Part übernahm die Feuerwehr, die Mittel
stammen aus den erwähnten Haussammlungen und den vielen Veranstaltungen in den
letzten Jahren.